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Änderung des Mitgliederbeitrages ab 2017

Stachelbeeren

Ein Bericht von Rainer Feichtinger

Anders als die Johannisbeersträucher, werden Stachelbeerbüsche „normal tief“ eingesetzt.
Während sich die Johannisbeeren ständig durch Triebe aus dem Wurzelstock verjüngen, entstehen bei den Stachelbeeren zu viele, meist sehr schwache Bodentriebe. Diese müssen dann Jahr für Jahr entfernt werden, weil die Büsche sonst viel zu dicht würden. Auch bei normaler Pflanzung kommen noch genügend Bodentriebe die zur Erneuerung bzw. Verjüngung des Strauches dienen.

Bei Stachelbeersträuchern genügen in der Regel 8 – 12 kräftige gut verzweigte Triebe. Den meisten Ertrag bringen 1 und 2 jährige Triebe. Triebe die älter als 3 Jahre sind, sollten entfernt werden. Das Auslichten passiert wie bei den Johannisbeeren, am besten gleich nach der Ernte.

Sollte der Amerikanische Stachbeermehltau auftreten, schneiden wir alle Triebe bis in das gesunde Holz zurück. Haben wir nur gesunde Triebe, unterlassen wir den Rückschnitt. Diese Triebe garnieren sich im nächsten Jahr mit Beeren bis an die Spitzen.

Stachelbeer – Hochstämmchen sind zwar schön und praktisch, haben aber keine so lange Lebensdauer wie die Büsche. Dafür kann man den Platz unter den Bäumchen mit anderen Kulturen nutzen. Durch die regelmäßige „Verjüngung“ der Pflanzen hat man gesündere Triebe, mehr Ertrag und bessere Fruchtqualität.

Stachelbeeren bilden bei der Vermehrung durch Stecklinge meist nur sehr schwache Wurzel aus. Besser und empfehlenswerter ist es daher, Jungpflanzen durch das so genannte Absenken zu gewinnen. Dabei wählt man an der gewünschten Pflanze, die gewünschte Anzahl von bodennahen Trieben und senkt diese in eine ca. 10 cm tiefe Furche in den Boden ab. Dann werden die Triebe unter leichtem Verdrehen mit einer Astgabel oder ähnlichem im Boden fixiert und mit Humuserde bedeckt. Durch das Verdrehen entstehen im Kallus der Triebe leichte Verletzungen die die Wurzelbildung unter der Humuserde begünstigen. Allerdings müssen die Triebe ohne Bogen am Zweigansatz und so dicht wie möglich am Zweigansatz in die Erde abgesenkt werden. Wenn ein Bogen entsteht, treiben alle Knospen an dessen Oberseite durch. Ist der neue Wurzelballen im Herbst dann dicht und stark genug, kann man die Jungpflanze abschneiden und an den gewünschten Platz setzen.

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